Deinster Erfolgsweg mit starkem 98er-Kader

Deinster Erfolgsweg mit starkem 98er-Kader

Sportliche Highlights: Ehrgeizige Trainer führten das Team von Erfolg zu Erfolg
In unserer Rückblick-Reihe „Sportliche Highlights“ geht es diesmal um eine Jugendmannschaft des Deinster SV, die zehn Jahre lang von Erfolg zu Erfolg eilte. Heute gehören viele Jungs von damals in ihren Herrenteams zu den Leistungsträgern. Es begann alles im Frühjahr 2006, als Stefan Hink, heutiger Teammanager der Deinster Herrenkreisligamannschaft, die Jungs als F-Junioren übernahm. Das Ende folgte zehn Jahre später, als sechs Spieler vom JFV Stade abgeworben wurden, um dort in der Niedersachsenliga zu spielen.

„Ich merkte sehr schnell, dass in dem Haufen sehr viel Potential steckt“, so Stefan Hink, der knapp zwei Jahre später Joachim „Jockel“ Höft als Chefcoach mit ins Trainerboot nahm, der bereits als absoluter Fachmann galt. Schnell folgten dann noch Andreas Diessars und Rene Bernhardt. Maric Buchholz (heute SV Ahlerstedt/Ottendorf), Niklas Aue und Luca Wendlandt (VfL Güldenstern Stade), Victor Schönn (SG Lühe), Nils Hagner und Matthias Meyer (MTV Hammah), um nur einige bekannte Namen von heute zu nennen, errangen eine Kreismeisterschaft nach der anderen.

Doppelter Kreismeister im Winter 2015.

Doppelter Kreismeister im Winter 2015.

In den Winterrunden kam es sogar zweimal vor, dass zwei Deinster Teams im Endspiel aufeinander trafen und den Titel unter sich ausmachten. Spieler aus Bützfleth, Steinkirchen, Stade, Kutenholz, Horneburg oder Himmelpforten schlossen sich im Laufe der Jahre der erfolgreichen Mannschaft an. „Jockel und ich holten die Jungs in Eigenregie ab und kauften sogar aus eigener Tasche einen Bus von Thomas Rolff, damit wir mobil waren“, sagte der positiv verrückte Stefan Hink. Auch die Eltern der jungen Fußballer standen zu 100 Prozent hinter dem ganzen Vorhaben. Sie organisierten bei Heimspielen den Verkauf und bei Auswärtsspielen wurde lautstark angefeuert. „Das war wirklich eine geile Zeit“, ergänzte Hink, der praktisch mit seinem Trainerteam die Jungs aufwachsen sah und viele Geheimnisse teilen konnte. „Das ist aus meiner Sicht nicht zu wiederholen und zeigt, dass wir, die Trainer, die Spieler und Eltern eine homogene Einheit waren. Vor einer Saison ging es regelmäßig für drei Tage ins Trainingslager nach Nordenham, wo sich Deinste unter Topbedingungen und großer Mithilfe von Mario Heinecke auf die Spielzeiten vorbereiten durfte.

Matthias Meyer (am Ball) und Sabrina Rauch, die auf der linken Seite die Abwehr stark machten und Victor Schönn (links), der schnelle Außenspieler.

Matthias Meyer (am Ball) und Sabrina Rauch, die auf der linken Seite die Abwehr stark machten und Victor Schönn (links), der schnelle Außenspieler.

Und die Erfolge kamen auch weiterhin. 2012 wurde das Aufstiegsspiel in die Bezirksliga mit 4:1 gewonnen. Dort gab es dann einen Durchmarsch in die Landesliga. Während der Bezirksligasaison konnte dann auch noch im Pokal der übermächtige Landesligist Treubund Lüneburg besiegt werden und am Ende waren die Deinster dann sogar Pokalsieger. Im Finale gab es gegen einen eigentlich übermächtigen Gegner aus der Landesliga, den beinahe profihaften VfL Suderburg einen Sieg nach Elfmeterschießen. Held der Partie war Keeper Marcel Bernhardt, der zwei Strafstöße parierte. Weitere Pokalturniere wurden siegreich abgeschlossen, wie der Fehmarn-Cup. Beim Rattenfänger-Cup in Hameln wurden deutliche Spuren hinterlassen. Ein weiteres Highlight war ein Trip nach Frankreich, wo ein Turnier in Nantes gespielt wurde. „Sabrina Rauch hat als einziges Mädchen in der Mannschaft über Jahre in der Innenverteidigung gespielt, hat da „ihren Mann“ gestanden und wurde durchweg mit Lob regelrecht überhäuft“, sagte Stefan Hink über die ehrgeizige Akteurin. Insgesamt war die Deinster Mannschaft für ihre spielerische Klasse bekannt. Dafür wurde man beim Turnier des BFC Dynamo Berlin, bei dem hochkarätige Clubs aus Deutschland, England, den Niederlanden und Polen teilnahmen, ausgezeichnet. Nach Platz 5, dem Titel „spielerisch stärkste Mannschaft“ und wie immer viel Spaß ging es wieder nach Hause.

Maric Buchholz herzt Luca Wendlandt.

Maric Buchholz herzt Luca Wendlandt.

Auch der Intersport Rolff Cup stammt aus der erfolgreichen Zeit. Seniorchef Peter Rolff unterstützte den DSV mit viel Herzblut. Er sorgte Jahr für Jahr mit seinem Einsatz dafür, namhafte Gegner wie den Hamburger SV in die Fredenbecker Geestlandhalle zu locken. „Uns verbindet sehr viel und für 2021 wollen wir ein Treffen organisieren, wo wir gegen einen Gegner von damals antreten wollen“, so Hink, der es noch immer nicht ganz verkraftet hat, dass der große Stader Verein 2016 eine grandiose Erfolgsserie stoppte.

Der Erfolg hielt den starken Kader lange zusammen.

Der Erfolg hielt den starken Kader lange zusammen.

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