Spielbetrieb vorerst vom NFV eingestellt

Spielbetrieb vorerst vom NFV eingestellt

Stillstand in Niedersachsen:Offizielle Generalabsage des NFV

Offiziell: Spielbetrieb in Niedersachsen wird bis zum 23. März eingestellt +++ Von Oberliga bis zur untersten Kreisklasse finden keine Spiel statt

Was bereits seit gestern in den sozialen Medien durchsickerte, wurde heute Mittag nun offiziell vom Niedersächsischen Fussballverband bestätigt: Der Spielbetrieb im kompletten Niedersächsischen Raum wird zur Eindämmung der Corona-Pandemie bis vorerst zum 23.03.2020 eingestellt.

Nachdem im Laufe des gestrigen Tages schon die einzelnen Kreisverbände über die Entscheidungen berichteten, generelle Spieltagsabsagen der kommenden ein bzw. zwei Spieltage walten zu lassen, zog der NFV nun aufgrund der aktuellen Entwicklung ebenfalls Konsequenzen:

Der NFV hat am Freitagmittag in ganz Niedersachsen den Spielbetrieb abgesagt, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Die Absage gilt vorerst bis zum 23. März, doch eine Verlängerung der Frist ist nicht ausgeschlossen: In der kommenden Woche wird der NFV die Lage erneut bewerten und eventuelle Fristen für Spielabsagen ausdehnen. Der Jugendspielbetrieb wurde in einigen Kreisen sogar bereits für den Zeitraum bis zum 14.04.2020, also bis zum Ende der Osterferien, ausgesetzt.

Damit folgt der nächste Fussballverband dem Aufruf der Bundesregierung, nicht zwingend nötige Veranstaltungen abzusagen, um eine Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und Zeit zu gewinnen, um das Gesundheitssystem nicht zu überlasten.

Bereits im Donnerstag hatte neben anderen Verbänden auch der Bremer Fußballverband (BFV) den Spielbetrieb aufgrund der Corona-Pandemie bis zum 30. März komplett eingestellt.

Hier das Statement des NFV im Wortlaut:

„Der Fußball-Spielbetrieb in Niedersachsen wird ab sofort bis einschließlich Montag, 23. März, komplett eingestellt. Dies ist das Ergebnis einer kurzfristig einberufenen Präsidiumssitzung des Niedersächsischen Fußballverbandes. Die Generalabsage betrifft alle NFV-Spiel- und Altersklassen im Herren-, Frauen- und Jugendbereich auf dem Feld sowie Veranstaltungsformate in der Halle. „Die sehr dynamische und kurzfristige Lageentwicklung bei der Verbreitung des Corona-Virus hat zu einer Neubewertung in Bezug auf die derzeitige Durchführung des Fußballspielbetriebes im Verantwortungsbereich des NFV geführt. Um den bisher veröffentlichten behördlichen Anordnungen und der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden, haben wir uns zu diesem Schritt entschieden“, erklärte NFV-Präsident Günter Distelrath. Mit der Aussetzung des Spielbetriebes will der NFV helfen, die Verbreitung des Virus bestmöglich einzudämmen. Distelrath: „Es geht um Risikominimierung und den Schutz der Menschen in Niedersachsen.“ Neben den angesetzten Partien des regulären Spielbetriebs sind auch Freundschaftsspiele von der Generalabsage betroffen. Zudem empfiehlt der NFV seinen Vereinen, den Trainingsbetrieb einzustellen. Distelrath: „Letztlich obliegt die Entscheidung den Vereinsverantwortlichen, doch ein jeder sollte seinen Beitrag dazu leisten, die Verbreitungsgeschwindigkeit des Coronavirus zu verlangsamen und so mögliche Ansteckungsketten zu verhindern.

Darüber bittet der NFV seine Vereine aktiv zu prüfen, ob es Spielerinnen, Spieler und Funktionäre in ihren Mannschaften gibt, die in den vergangenen zwei Wochen aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind. In den kommenden Wochen wird der NFV die Entwicklungen intensiv beobachten und sorgfältig prüfen, inwieweit eine Wiederaufnahme des Spielbetriebes in Einklang mit den Empfehlungen bzw. Vorgaben der maßgeblichen Behörden möglich ist.“

Wie der Spielbetrieb dann geregelt werden soll, wann Nachholspieltage erfolgen und ob eventuell eine Verlängerung der Saison in Betracht gezogen werden wird, über diese Szenarien wird sich der NFV wie auch die anderen Verbände nun Gedanken machen müssen, doch im Vordergrund steht erst einmal die Gesundheit aller Beteiligten.

Bundesliga ebenfalls vor Generalabsage

Die höchsten deutschen Spielklassen sind wohl ebenfalls betroffen: Die Partien in der 1. und 2. Bundesliga werden an diesem Wochenende noch als „Geisterspiele“ stattfinden (mit Ausnahme der Begegnung Hannover 96 – Dynamo Dresden), am Montag wird die DFL darüber abstimmen den Spielbetrieb ab dem kommenden Dienstag dann ebenfalls vollständig ruhen zu lassen – im Raum steht ein Zeitfenster bis vorerst zum 02. April.

Viele Vereine folgen ebenfalls dem Aufruf und stellen die Vereins- und Trainingsarbeit teilweise auf allen Ebenen ein. (pas)

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